Synsopsis
Donna Leon Abenteuer einer Krimi-Lady

Als Autorin der Brunetti-Romane ist Donna Leon einem weltweiten Millionenpublikum bekannt. Venedig ist die Wahlheimat der US-Amerikanerin – und Schauplatz ihrer erfolgreichen Krimiserie. Donna Leons Weg zur Bestseller-Autorin mit Italien-Faible war jedoch alles andere als geplant: Sie wuchs in der amerikanischen Provinz auf, kehrte ihrer Heimat mit Anfang zwanzig den Rücken und jobbte jahrelang in Asien und Europa als Lehrerin, bevor sie eher zufällig in Venedig landete. Krimis zu schreiben, war ihr nie in den Sinn gekommen, bis Freunde sie eines Tages dazu anstachelten. Sie erfand Commissario Brunetti und wurde buchstäblich über Nacht zum Weltstar. Als ihr erster Roman erschien, war sie fünfzig.

Im Filmporträt von Ralf Pleger & Torsten Bohnet erzählt Donna Leon von ihrem abenteuerlichen Lebensweg, von ihren „Wanderjahren“ im Iran, in China und Saudi-Arabien und davon, wie sie Italien für sich entdeckte. Die Zuschauer erleben die Schriftstellerin auf einer Reise an die Orte ihrer Kindheit und Jugend, nach New Jersey und New York. Außerdem begleitet der Film Donna Leon durch ihren Lebens- und Arbeitsalltag in ihrer Wahlheimat Venedig. So lässt sich die Krimi-Lady beim Schreiben des neuesten Brunetti-Romans über die Schulter schauen und lüftet das Geheimnis ihres prägnanten Namens.

Vor allem aber erlaubt der Film einen tiefen Einblick in Donna Leons bemerkenswerte Persönlichkeit: Mit ihren pointierten Kommentaren offenbart die Autorin eine bodenständige Weltsicht und einen ausgeprägten Sinn für Ironie. Spaß im Leben zu haben war ihr immer wichtiger, als Karriere zu machen. Ruhm hält sie für Nonsens. Ihre Bücher werden in über dreißig Sprachen übersetzt, nur nicht ins Italienische, denn Donna Leon möchte den Rummel um ihre Person von ihrem Alltag in Italien fernhalten.

Nach wie vor lebt Donna Leon in relativ bescheidenen Verhältnissen und verzichtet auf jeden Luxus. Stattdessen erfüllt sich die Bestseller-Autorin einen Lebenstraum: Die Opern von Georg Friedrich Händel liebt Donna Leon über alles. Sie lebt für diese Musik, bezeichnet sich selbst sogar als „Händel-Junkie“. Der Erfolg ihrer Bücher ermöglicht es ihr, Händels Musik im großen Stil zu fördern und seine Opern in hochkarätigen Besetzungen auf CD einspielen zu lassen.

Diese Leidenschaft, die für die Schriftstellerin zu einer Mission geworden ist, schildert Donna Leon im Film ebenso offenherzig wie ihre Gedanken über Leben und Tod und ihre traumatischen Erlebnisse während ihrer „Wanderjahre“. Neben der Protagonistin kommen Donna Leons Bruder Albert Leon, der Dirigent Alan Curtis sowie weitere Weggefährten und Freunde zu Wort.